Linux-Kernel: Patches für vier Schwachstellen verfügbar
Das DFN-CERT hat vier Sicherheitslücken im Linux-Kernel dokumentiert, die es lokalen Angreifern ermöglichen können, Administratorrechte zu erlangen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-43499, CVE-2026-45984, CVE-2026-46116 und CVE-2026-46227.
Risikobewertung
Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff und niedrige Benutzerrechte – eine Ausnutzung über das Netzwerk ist nicht möglich. Der EPSS-Score liegt bei 0,1%, was auf eine sehr geringe aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit hindeutet. Dennoch sollten Systeme mit mehreren lokalen Benutzern (etwa Shared-Server oder Jump-Hosts) als prioritär behandelt werden.
Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS. Red-Hat-Systeme können auf kpatch-Pakete zurückgreifen; für SUSE und Ubuntu müssen die jeweiligen Distributor-Advisories (SUSE Security Advisories bzw. Ubuntu Security Notices) konsultiert werden.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob Kernel-Updates für Ihre Linux-Distributionen verfügbar sind. Diese sollten im nächsten regulären Wartungsfenster eingespielt werden. Systeme mit erhöhtem Risiko durch lokale Mehrbenutzerzugriffe sollten vorgezogen werden.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4337 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 26.08.2026