Linux-Kernel: Privilegieeskalation durch lokale Schwachstellen

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die es lokalen Angreifern ermöglichen, Administratorrechte zu erlangen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-43499, CVE-2026-45984, CVE-2026-46116, CVE-2026-46227 und CVE-2026-64531.

Risikobewertung

Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff und Standard-Benutzerrechte. Unternehmen, die Ubuntu 22.04 LTS oder SLES 15 einsetzen, sollten diese als potenziell betroffen einstufen. Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist mit 0,1% gering – ein Eintrag in der öffentlichen Exploit-Datenbank existiert nicht. Dennoch stellt eine erfolgreiche Privilegieeskalation ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie innerhalb der nächsten 30 Tage, ob Kernel-Updates für Ihre Systeme verfügbar sind. Ubuntu-Nutzer konsultieren die Ubuntu Security Notices, SLES-Administratoren die SUSE Security Advisories. Spielen Sie verfügbare Patches zeitnah ein.

Ergänzend sollten Sie das Prinzip der minimalen Rechtevergabe überprüfen: Beschränken Sie Benutzerrechte auf das notwendige Minimum, um das Risiko lokaler Angriffe zu reduzieren.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4338 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 26.08.2026

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