Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern sofortige Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren kritischen Schwachstellen im Linux-Kernel (Advisory DFN 2026-4375). Betroffen sind insbesondere Ubuntu 22.04 LTS und SUSE Linux Enterprise Server 15.
Risikobewertung
Die Sicherheitslücken ermöglichen es Angreifern, beliebigen Code auszuführen – sowohl aus der Ferne als auch lokal mit Privilegieeskalation. Besonders kritisch sind die Remote-Code-Execution-Schwachstellen CVE-2026-64017, CVE-2026-68159 und CVE-2026-68264. Insgesamt wurden 239 Schwachstellen gebündelt. Ohne aktuelle Patches besteht ein hohes Risiko für Ihre Systeme.
Was ist zu tun?
Handeln Sie innerhalb der nächsten 7 Tage:
Ubuntu-Systeme: Führen Sie apt update && apt upgrade aus und installieren Sie verfügbare Kernel-Updates. Ein Neustart ist erforderlich.
SLES-Systeme: Prüfen Sie das SUSE Customer Center auf Kernel-Patches und spielen Sie diese über zypper ein.
Bis zur Behebung sollten Sie den Netzwerkzugang zu Linux-Systemen auf notwendige Quellen beschränken. Falls Neustarts kurzfristig nicht möglich sind, prüfen Sie Kernel-Live-Patching-Lösungen wie Ubuntu Livepatch.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4375 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 27.08.2026