Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES 15 verfügbar
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die kritischste Schwachstelle (CVE-2026-46242) hat einen CVSS-Wert von 7.8. Allerdings ist sie nur lokal ausnutzbar – ein Angriff aus dem Internet ist nicht möglich. Erforderlich sind Zugriff auf das System und niedrige Benutzerrechte. Die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Ausnutzung in naher Zukunft ist mit 0,1% sehr gering. Das Risiko betrifft daher primär kompromittierte Benutzerkonten oder lokale Angreifer.
Was ist zu tun?
Für SLES 15 SP7 steht ein Live Patch (Version 6.4.0-150700.53.63, Live Patch 17) zur Verfügung, der zehn der betroffenen Schwachstellen behebt. Spielen Sie diesen Patch im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Ubuntu-Nutzer sollten verfügbare Kernel-Updates prüfen und einspielen.
Als Zwischenmaßnahme empfehlen wir, Privilegienzugriffe auf Linux-Systemen auf das notwendige Minimum zu beschränken.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4383 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 27.08.2026