Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern lokale Benutzerrechte
Das DFN-CERT hat zwei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht (CVE-2026-43023, CVE-2026-46209). Diese ermöglichen es Angreifern, Informationen auszuspähen und Berechtigungen zu erweitern.
Risikobewertung
Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten. Eine Ausnutzung aus der Ferne ist nicht möglich. Zwar weisen die technischen Bewertungen (CVSS 7.8) auf ein erhöhtes Risiko hin, doch zeigen reale Ausnutzungsdaten (EPSS 0,1%) eine sehr geringe praktische Wahrscheinlichkeit. Bislang sind Patches nur für RHEL 10.0 verfügbar. Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 Nutzer müssen auf Updates ihrer Distributoren warten.
Was ist zu tun?
Kein sofortiger Handlungsbedarf. Beobachten Sie die Sicherheitskanäle von Canonical (Ubuntu) und SUSE (SLES) auf entsprechende Kernel-Updates. Spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Überprüfen Sie parallel, dass lokale Benutzerrechte nach dem Least-Privilege-Prinzip vergeben sind – das reduziert das Angriffspotenzial erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4469 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 01.09.2026