Linux-Kernel: Privilegieeskalationslücken in Red Hat Enterprise Linux
Das DFN-CERT hat vier Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht, die zu einer Privilegieeskalation und unbefugter Code-Ausführung führen können. Die Sicherheitslücken betreffen primär Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 8.8 in spezifischen Varianten.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit der Risikostufe MITTEL bewertet. Grund: Sie erfordern lokalen Zugriff auf das System mit normalen Benutzerrechten. Eine Ausnutzung aus der Ferne ist nicht möglich. Für Unternehmen, die RHEL 8.8 nicht einsetzen – etwa bei Nutzung von SLES 15 oder Ubuntu 22.04 LTS – besteht derzeit keine unmittelbare Gefährdung.
Was ist zu tun?
Handlungsbedarf besteht nur für RHEL-8.8-Nutzer. Alle anderen sollten die CVE-IDs (CVE-2026-17523, CVE-2026-53006, CVE-2026-64002, CVE-2026-74581) im Blick behalten. Kernel-Schwachstellen dieser Art betreffen häufig mehrere Linux-Distributionen. Überwachen Sie die Sicherheitshinweise Ihrer Hersteller und spielen Sie verfügbare Kernel-Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Eine sofortige Aktion ist nicht erforderlich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4499 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 02.09.2026