Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT warnt vor zwei Schwachstellen im Linux-Kernel (CVE-2026-64002, CVE-2026-74480), die lokale Codeausführung und Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden als mittleres Risiko eingestuft. Entscheidend: Ein Angreifer benötigt lokalen Zugang zum System und normale Benutzerrechte – ein unauthenifizierter Fernzugriff ist nicht möglich. Betroffen sind Linux-Distributionen wie Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15. Patches für RHEL 9.2 und 9.4 sind bereits verfügbar, für andere Distributoren folgen sie in den nächsten Wochen.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten folgende Maßnahmen ergreifen:
- Kernel-Updates für Ubuntu und SLES zeitnah einspielen, sobald die Distributoren Patches bereitstellen
- Security-Advisories von Canonical und SUSE aktiv überwachen
- Bis zur Verfügbarkeit von Updates: Zugang zu Linux-Systemen auf autorisierte Nutzer beschränken
- Sudo-Konfiguration überprüfen und das Least-Privilege-Prinzip konsequent anwenden
Empfohlener Zeitrahmen für die Umsetzung: innerhalb von 30 Tagen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4523 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 03.09.2026