Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Updates

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die Informationen ausspähen und Privilegieneskalation ermöglichen. Betroffen sind Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 – beide Systeme sollten zeitnah aktualisiert werden.

Risikobewertung

Die kritischste Lücke (CVE-2026-43114) erreicht einen CVSS-Wert von 9,4 und ist netzwerkbasiert erreichbar. Allerdings zeigt der EPSS-Score von 0,4% derzeit geringe reale Ausnutzungsaktivität. Eine zweite Schwachstelle (CVE-2026-46323) ermöglicht lokale Privilegieneskalation bis zu Administratorrechten – erfordert aber bereits lokalen Zugang mit normalen Benutzerrechten. Systeme mit direktem Internetzugang oder exponierten Diensten haben Priorität.

Was ist zu tun?

Spielen Sie Kernel-Updates innerhalb von 7 Tagen ein. Ubuntu-Nutzer verwenden apt, SLES-Nutzer zypper. RHEL-basierte Systeme können kpatch-Patches nutzen, um einen Neustart zu vermeiden. Nach dem Update sollten Sie die neue Kernel-Version verifizieren. Planen Sie die Updates zeitnah ein – auch wenn die aktuelle Ausnutzungsrate niedrig ist.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4542 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 04.09.2026

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