Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES 15 und Ubuntu verfügbar
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die Informationen ausspähen ermöglichen. Betroffen sind die Versionen SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS, die in vielen Unternehmen eingesetzt werden.
Risikobewertung
Die Schwachstellen (CVE-2026-43112, CVE-2026-43114, CVE-2026-53264) weisen hohe CVSS-Scores auf. Allerdings ist wichtig zu wissen: Ein Angreifer benötigt bereits Zugriff auf das System, um diese Lücken auszunutzen. Ein Angriff aus dem Internet ohne Authentifizierung ist nicht möglich. Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist gering (EPSS-Werte unter 0,4 Prozent).
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob SUSE und Canonical bereits Kernel-Updates bereitgestellt haben. Spielen Sie verfügbare Patches im nächsten regulären Wartungsfenster ein – eine sofortige Behebung ist nicht erforderlich. Überwachen Sie die Entwicklung dieser CVEs: Sollte eine Schwachstelle in die CISA-Liste kritischer Lücken aufgenommen werden, verkürzen Sie den Zeitrahmen auf sofort.
Für Red Hat-Systeme stehen kpatch-Updates bereits zur Verfügung.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4557 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 04.09.2026