OpenVPN: Mehrere Sicherheitslücken erfordern zeitnahes Update
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen in OpenVPN bekannt gemacht, die potenziell zu Denial-of-Service-Angriffen und lokalem Code-Ausführung führen können. Betroffen sind insgesamt acht Schwachstellen (CVE-2026-78043, CVE-2026-78221, CVE-2026-81738, CVE-2026-82312, CVE-2026-84226 und zwei weitere).
Risikobewertung
Die Risikostufe wird als mittel eingestuft. Die kritischsten Schwachstellen ermöglichen zwar Code-Ausführung, erfordern aber lokale Zugriffe und spezifische Privilegien. Remote-Angriffe sind derzeit auf Denial-of-Service-Attacken beschränkt. Da das Advisory sehr neu ist, fehlen noch detaillierte technische Daten für eine vollständige Bewertung.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob OpenVPN in Ihrer Infrastruktur eingesetzt wird – sowohl als Server als auch als Client-Software auf Windows- oder Linux-Systemen. Falls vorhanden, planen Sie ein Update auf Version 2.7.7 im nächsten Wartungsfenster ein. Ein Notfall-Patch ist nicht erforderlich.
Zusätzlich sollten exponierte OpenVPN-Server (Port 1194/UDP) durch Firewall-Regeln auf autorisierte Quell-IP-Adressen beschränkt werden, um das DoS-Risiko zu minimieren.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4565 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 05.09.2026