Linux-Kernel: Mehrere kritische Schwachstellen erfordern schnelle Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Sicherheitslücken im Linux-Kernel (Advisory DFN 2026-4585). Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden als HOCH eingestuft. Sie ermöglichen sowohl Remote-Code-Execution als auch lokale Privilegieneskalation. Das bedeutet: Ein Angreifer könnte von außen Zugriff auf das System erlangen oder lokale Nutzer könnten ihre Rechte bis zur Administrator-Ebene ausweiten. Insgesamt sind mindestens sechs CVE-Nummern betroffen (CVE-2026-53073, CVE-2026-63808 und weitere).
Da die genauen technischen Details noch ausstehen, empfehlen wir eine proaktive Herangehensweise.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, welche Kernel-Versionen auf Ihren Systemen laufen. Sobald Canonical und SUSE Patches bereitstellen, sollten diese innerhalb von 7 Tagen eingespielt werden. Bis dahin: Deaktivieren Sie nicht benötigte Netzwerkdienste und beschränken Sie lokale Zugriffe auf vertrauenswürdige Nutzer. Beobachten Sie die Entwicklung des Advisories, um zeitnah reagieren zu können.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4585 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 05.09.2026