Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für Ubuntu und SLES verfügbar
Das DFN-CERT hat ein Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Insgesamt sind über 20 Schwachstellen dokumentiert, die unter anderem Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen können.
Betroffene Systeme
Betroffen sind Linux-Systeme, darunter Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15. Das Advisory bezieht sich primär auf Oracle Linux UEK, das in vielen Unternehmensumgebungen jedoch nicht zum Einsatz kommt.
Risikobewertung
Die Risikostufe wird als MITTEL eingestuft. Alle dokumentierten Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff mit niedrigen Privilegien – ein direkter Fernzugriff ist nicht möglich. Die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Ausnutzung ist derzeit sehr gering. Bislang gibt es keine Hinweise auf Angriffe in der Praxis.
Was ist zu tun?
Spielen Sie die regulären Kernel-Updates für Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 im nächsten Wartungsfenster ein. Überprüfen Sie anschließend den aktuellen Patchstand Ihrer Systeme. Achten Sie zudem auf eine restriktive Rechtevergabe (Least Privilege) und überwachen Sie lokale Aktivitäten, um potenzielle Privilegieeskalationen frühzeitig zu erkennen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4598 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 08.09.2026