Sicherheitslücken in curl: Informationsabfluss und DoS möglich

Das DFN-CERT hat vier Schwachstellen in curl und libcurl bekannt gemacht, die es Angreifern ermöglichen, sensible Informationen auszuspähen, Sicherheitsmechanismen zu umgehen oder Dienste zum Absturz zu bringen.

Betroffene Systeme

Besonders Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 sind im Fokus. curl wird auf diesen Systemen häufig von Systemdiensten und Anwendungen genutzt – die potenzielle Angriffsfläche ist damit erheblich.

Risikobewertung

Die Risikostufe wird als MITTEL eingestuft. Zwar liegen noch keine detaillierten technischen Informationen vor, doch die Kombination aus Informationsabfluss, Security-Bypass und DoS-Potenzial erfordert zeitnahe Aufmerksamkeit. Stabile Patches für die Kundensysteme sind derzeit noch nicht verfügbar.

Was ist zu tun?

Führen Sie sofort eine Bestandsaufnahme durch: Welche curl- und libcurl-Versionen laufen auf Ihren Linux-Systemen? Beobachten Sie die Security-Advisories von Canonical (USN) und SUSE aktiv. Sobald Updates bereitstehen, sollten diese innerhalb von 30 Tagen eingespielt werden. Bis dahin empfehlen wir, den Netzwerkzugriff auf curl-nutzende Dienste auf das notwendigste Minimum zu beschränken.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4727 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 11.09.2026

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