Linux-Kernel: Drei Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates

Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht (DFN 2026-4836). Betroffen sind die CVEs CVE-2026-52933, CVE-2026-53196 und CVE-2026-64387, die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Programmcode auszuführen.

Die drei Schwachstellen unterscheiden sich in ihren Angriffsvektoren: Eine kann aus der Ferne ausgenutzt werden, eine erfordert lokalen Zugriff und eine setzt physischen Zugang voraus. Dies erhöht das Risiko insbesondere für Systeme mit direktem Internetzugang.

Risikobewertung

Das Risiko wird als mittel eingestuft. Unternehmen, die Ubuntu 22.04 LTS oder SLES 15 einsetzen, sind grundsätzlich betroffen. Allerdings liegen derzeit Patches nur für Red Hat Enterprise Linux vor. Ob und wann Updates für die genannten Distributionen verfügbar sind, ist noch unklar.

Was ist zu tun?

Überwachen Sie die Sicherheitsbulletins von Canonical (Ubuntu) und SUSE aktiv. Sobald Kernel-Updates für Ihre Distribution bereitgestellt werden, spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Priorisieren Sie Systeme mit Internetzugang. Als Zwischenlösung können Sie netzwerkseitige Zugriffsbeschränkungen auf exponierte Linux-Systeme prüfen.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4836 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.09.2026

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