Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat ein neues Sicherheitsadvisory zu 42 Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Diese ermöglichen unter anderem die Ausführung beliebigen Programmcodes und Privilegienerhöhungen.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden als mittleres Risiko eingestuft. Sie sind ausschließlich lokal ausnutzbar – ein Angreifer benötigt zunächst Zugriff auf das System. Die Patches wurden bislang für RHEL 9 und CodeReady Linux Builder bereitgestellt. Für weit verbreitete Distributionen wie SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS sind Updates zu erwarten, da die zugrunde liegenden Kernel-Probleme plattformübergreifend relevant sind.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit RHEL-Systemen sollten die verfügbaren Patches im nächsten Wartungsfenster einspielen. Nutzer von SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS sollten die Vendor-Advisories (SUSE Security Advisories und Ubuntu Security Notices) überwachen und Kernel-Updates zeitnah planen.
Zusätzlich empfehlen wir: Überwachen Sie lokale Benutzeraktivitäten auf Anomalien und halten Sie die Nutzerverwaltung restriktiv. So reduzieren Sie das Angriffsrisiko erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4843 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 16.09.2026