Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates

Das DFN-CERT hat zwei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die die Ausführung beliebigen Programmcodes ermöglichen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-64530 und CVE-2026-74480.

Risikobewertung

Die Risikostufe wird als MITTEL eingestuft. Beide Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten – ein Angriff über das Netzwerk ist nicht möglich. Dies reduziert die unmittelbare Gefahr erheblich. Allerdings sollte das Risiko nicht unterschätzt werden, da Mitarbeiter mit lokalen Zugriffen potenziell betroffen sind.

Wichtig: Das aktuelle Sicherheitsupdate bezieht sich auf Red Hat Enterprise Linux für ARM 64. Für Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 müssen Patches separat geprüft werden.

Was ist zu tun?

Prüfen Sie, ob für Ihre Linux-Distributionen entsprechende Kernel-Updates verfügbar sind. Sobald Patches für Ihre Systeme bereitstehen, spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Beobachten Sie die CVE-Einträge auf weitere Informationen. Zusätzlich empfehlen wir, Benutzerrechte restriktiv zu vergeben und ungewöhnliche Prozessaktivitäten zu überwachen.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4846 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.09.2026

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