Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für Ubuntu und SLES erforderlich

Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die potenziell die Ausführung von Programmcode ermöglichen. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 – Systeme, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.

Risikobewertung

Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko bewertet. Die detailliert analysierte CVE-2026-43133 erfordert lokalen Zugriff mit Standard-Nutzerrechten und ist nicht ferngesteuert ausnutzbar. Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist mit 0,1 % sehr gering. Allerdings enthalten weitere CVEs im Advisory potenzielle Remote-Code-Execution-Szenarien, deren vollständige Details noch ausstehen. Systeme mit erhöhtem Risikoprofil – etwa exponierte Server oder Multi-Tenant-Umgebungen – sollten vorrangig behandelt werden.

Was ist zu tun?

Spielen Sie die verfügbaren Kernel-Updates innerhalb der nächsten 30 Tage ein. Für Ubuntu nutzen Sie apt, für SLES 15 zypper. Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich. Überwachen Sie die Referenzlinks des Advisories auf weitere CVE-Details, insbesondere zu möglichen Remote-Angriffen ohne Authentifizierung. Im Falle neuer kritischer Informationen ist eine sofortige Neubewertung notwendig.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4866 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 16.09.2026

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