Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SLES 15 und Ubuntu erforderlich
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die potenziell die Ausführung von Programmcode ermöglichen. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS – Systeme, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Risikobewertung
Das Gesamtrisiko wird als mittel eingestuft. Die bislang dokumentierte Schwachstelle CVE-2026-43133 erfordert lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten und hat eine sehr geringe Ausnutzungswahrscheinlichkeit. Allerdings enthält das Advisory weitere kritischere Lücken: CVE-2026-52947 ermöglicht Remote-Code-Execution, für die noch keine detaillierten Bewertungen vorliegen. Eine weitere Schwachstelle betrifft benachbarte Netzwerke. Bislang gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten Kernel-Updates für ihre Linux-Systeme innerhalb der nächsten 30 Tage einspielen. Systeme mit direkter Netzwerkexposition (öffentlich erreichbare Server) sollten bevorzugt behandelt werden. Nach dem Update ist ein Neustart des Kernels erforderlich. Sobald detaillierte Informationen zu CVE-2026-52947 verfügbar sind, sollte die Priorität erhöht werden.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4867 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 16.09.2026