Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen erfordern Patch-Planung
Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Insgesamt sind neun CVEs betroffen, die unter anderem Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen.
Risikobewertung
Die höchste bewertete Schwachstelle (CVE-2026-46116, CVSS 7.8) erfordert lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten. Ein Remote-Angriff ohne vorherige Authentifizierung ist nicht möglich. Das Advisory nennt primär SUSE Linux Enterprise 11 SP4 als betroffen – diese Version ist jedoch bereits End-of-Life. Für neuere Versionen wie SLES 15 oder Ubuntu 22.04 LTS können die zugrundeliegenden Kernel-Schwachstellen ebenfalls relevant sein. Die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist mit 0,1 % sehr gering.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob für Ihre Linux-Distribution entsprechende Kernel-Updates verfügbar sind. Falls Sie noch SLES 11 SP4 einsetzen, sollten Sie diese prioritär aktualisieren. Für aktuelle Versionen planen Sie die Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Zusätzlich empfehlen wir, lokale Angriffsvektoren durch restriktive Benutzerrechte und das Least-Privilege-Prinzip zu minimieren.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-4957 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 22.09.2026