FreeRDP: Sicherheitslücken auf Linux-Systemen erfordern schnelle Updates
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen in FreeRDP bekannt gemacht, einem Open-Source-Tool für Remote-Desktop-Verbindungen auf Linux-Systemen. Insgesamt sind 16 Sicherheitslücken dokumentiert, darunter kritische Fehler, die die Ausführung beliebigen Programmcodes ermöglichen.
Risikobewertung
Die Gefährdung wird als mittel eingestuft. FreeRDP ist primär relevant, wenn Linux-Clients (Ubuntu 22.04 LTS, SLES 15) aktiv für RDP-Verbindungen zu Windows-Servern genutzt werden. Die meisten Schwachstellen erfordern Benutzerinteraktion – etwa die Verbindung zu einem manipulierten RDP-Server. FreeRDP ist kein Standard-Dienst in typischen Unternehmensumgebungen.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob FreeRDP auf Ihren Linux-Systemen installiert ist und aktiv verwendet wird. Falls ja, spielen Sie verfügbare Sicherheitsupdates Ihrer Distribution zeitnah ein. Sollte FreeRDP nicht benötigt werden, deinstallieren Sie das Paket. Bis zur Aktualisierung sollten Nutzer sensibilisiert werden, keine Verbindungen zu unbekannten oder nicht vertrauenswürdigen RDP-Servern herzustellen.
Handlungsfrist: 30 Tage.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5018 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 19.09.2026