Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für Ubuntu 22.04 LTS erforderlich
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht, die Ubuntu 22.04 LTS direkt betreffen. Insgesamt wurden 13 Sicherheitslücken identifiziert, darunter eine remote ausnutzbare Schwachstelle zur Ausführung beliebigen Programmcodes.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko bewertet. Neben der Remote-Code-Execution-Lücke ermöglichen weitere Fehler lokale Privilegienerweiterungen und Denial-of-Service-Angriffe. In Multi-Tenant- oder Container-Umgebungen ist das Risiko erhöht. Die meisten Schwachstellen erfordern zwar reguläre Benutzerrechte zur Ausnutzung, schließen aber Angriffe aus dem Unternehmensumfeld nicht aus.
Was ist zu tun?
Unternehmen, die Ubuntu 22.04 LTS einsetzen, sollten zeitnah die verfügbaren Kernel-Sicherheitsupdates einspielen. Zunächst muss geklärt werden, welche Kernel-Variante im Einsatz ist (Standard, HWE oder Cloud-spezifisch wie AWS/GCP). Das Update sollte innerhalb von 30 Tagen durchgeführt werden. Bei exponierten oder multi-tenant genutzten Systemen wird eine höhere Priorisierung empfohlen. SLES-15-Systeme sind nicht betroffen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5205 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 26.09.2026