WebKit-Schwachstellen: Sicherheitsupdate für Linux-Systeme erforderlich
Das DFN-CERT warnt vor mehreren kritischen Schwachstellen in WebKitGTK und WPE WebKit. Die Lücken ermöglichen es Angreifern, beliebigen Code auszuführen – ohne dass eine Authentifizierung erforderlich ist.
Risikobewertung
Die Schwachstellen erreichen einen maximalen CVSS-Score von 9,8 von 10 Punkten. Besonders betroffen sind SUSE Linux Enterprise 15 (SP4 und SP5) sowie Ubuntu 22.04 LTS. Insgesamt wurden über 230 Sicherheitslücken in WebKit behoben. Ein aktiver Missbrauch ist derzeit nicht dokumentiert, dennoch sollte das Risiko ernst genommen werden.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit SLES 15 sollten das Sicherheitsupdate für das Paket ‘webkit2gtk3’ innerhalb von 7 Tagen einspielen. Prüfen Sie zunächst, ob WebKitGTK tatsächlich aktiv genutzt wird – etwa durch GTK-basierte Anwendungen mit Web-Rendering-Funktionen. Falls nicht benötigt, kann das Paket deinstalliert werden.
Ubuntu-Nutzer sollten verfügbare webkit2gtk-Updates zeitnah einspielen. Windows-Systeme sind nicht betroffen. Dokumentieren Sie den Patchstatus nach dem Update.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5409 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 20.10.2026