OpenSSL-Sicherheitslücke: Sofortiges Handeln erforderlich
Das DFN-CERT warnt vor einer kritischen Schwachstelle in OpenSSL (CVE-2026-84782), die es Angreifern ermöglicht, sensible Informationen auszuspähen. Die Lücke betrifft Linux-Systeme und kann ohne Authentifizierung ausgenutzt werden.
Risikobewertung
Die Schwachstelle wird als HOCH eingestuft. OpenSSL ist auf den meisten Linux-Servern vorhanden und wird von Apache und nginx verwendet – eine breite Angriffsfläche. Besonders betroffen sind SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS. Neben Datenabfluss drohen auch Ausfallszenarien (DoS). Patches sind für SLES 15 bereits verfügbar, für Ubuntu folgen sie in Kürze.
Was ist zu tun?
Handeln Sie innerhalb von 7 Tagen:
- Prüfen Sie alle Linux-Server mit dem Befehl
openssl version -a - Installieren Sie verfügbare Updates sofort – SLES-Nutzer können Live-Patches ohne Neustart einspielen
- Starten Sie Apache und nginx nach dem Update neu
- Beobachten Sie den Ubuntu Security Feed für ausstehende Updates
- Beschränken Sie bis dahin den Netzwerkzugriff auf TLS-Dienste auf notwendige Quellen
Bei Fragen kontaktieren Sie Ihr IT-Sicherheitsteam.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5428 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 09.10.2026