Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat zwei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die das Ausführen beliebigen Programmcodes ermöglichen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-64034 und CVE-2026-72099.
Risikobewertung
Die Risikostufe wird als MITTEL eingestuft. Beide Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff auf das System und unterschiedliche Privilegien zur Ausnutzung. Dies schränkt die praktische Angriffsfläche erheblich ein. Bislang gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung in der Praxis. Detaillierte technische Daten wie CVSS-Scores liegen noch nicht vor, da das Advisory sehr aktuell ist.
Benutzer von Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 sind potenziell betroffen. Patches für diese Distributionen sind derzeit noch nicht bestätigt verfügbar.
Was ist zu tun?
Überwachen Sie die Security-Advisories von Canonical und SUSE auf verfügbare Kernel-Updates. Sobald Patches für Ihre Distribution bereitstehen, sollten diese im nächsten regulären Wartungsfenster eingespielt werden. Systeme mit mehreren Benutzern oder nicht vertrauenswürdigen lokalen Nutzern sollten priorisiert werden. Eine sofortige Notfall-Aktualisierung ist derzeit nicht erforderlich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5446 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 06.10.2026