FreeRDP: Sicherheitslücken ermöglichen Code-Ausführung
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen in FreeRDP, einem Remote-Desktop-Client für Linux-Systeme. Die Lücken (CVE-2026-91963, CVE-2026-91964) ermöglichen es Angreifern, beliebigen Code auszuführen.
Risikobewertung
Die Bedrohung wird als mittelhoch eingestuft. Ein wichtiger Risikominderungsfaktor: Angreifer benötigen aktive Benutzerinteraktion, um die Schwachstellen auszunutzen. Bislang gibt es keine Hinweise auf aktive Angriffe in der Praxis. Besonders relevant ist die Lücke für Unternehmen, die FreeRDP auf Ubuntu 22.04 LTS oder SLES 15 einsetzen.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob FreeRDP in Ihrer Infrastruktur installiert und aktiv genutzt wird. Falls ja, spielen Sie verfügbare Sicherheitsupdates über den Paketmanager (apt für Ubuntu, zypper für SLES) zeitnah ein. Nicht benötigte Installationen sollten deinstalliert werden.
Ein weiterer Schutzfaktor: Schulen Sie Ihre Nutzer für Social-Engineering-Angriffe. Da Benutzerinteraktion erforderlich ist, können aufmerksame Mitarbeiter viele Angriffe verhindern.
Handeln Sie innerhalb der nächsten 30 Tage.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5503 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 09.10.2026