Linux-Kernel: Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat mehrere Sicherheitslücken im Linux-Kernel dokumentiert, die potenziell zu Denial-of-Service-Angriffen führen können. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko eingestuft. Die kritischste CVE (CVE-2026-45984) erfordert lokalen Zugriff mit niedrigen Benutzerrechten – ein Netzwerkzugriff von außen ist nicht möglich. Die praktische Ausnutzungswahrscheinlichkeit ist mit 0,1% sehr gering. Dennoch sollten Unternehmen die Lücken ernst nehmen, insbesondere wenn mehrere Benutzer lokalen Zugriff auf Server haben.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie die Sicherheitskanäle Ihrer Linux-Distributoren (SUSE Security Advisories für SLES, Ubuntu Security Notices für Ubuntu) auf verfügbare Kernel-Updates. Spielen Sie diese im nächsten regulären Wartungsfenster ein.
Bis dahin sollten Sie den lokalen Benutzerzugriff auf betroffene Systeme einschränken und Benutzerrechte auf das notwendigste Minimum reduzieren. Shared-Server mit mehreren Benutzern sollten priorisiert werden.
Weitere Informationen finden Sie im DFN-CERT Advisory 2026-5528.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5528 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 08.10.2026