Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern schnelle Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die ernsthafte Sicherheitsrisiken darstellen. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15 – Systeme, die in vielen Unternehmen im Einsatz sind.
Risikobewertung
Die kritischste Lücke (CVE-2026-46043) erreicht einen CVSS-Score von 9.1 und ermöglicht Angreifern, ohne Authentifizierung von außen auf Ihr System zuzugreifen. Dadurch können Daten abgegriffen oder der Dienst lahmgelegt werden. Besonders gefährlich: Der Angriff erfordert keine besonderen Voraussetzungen und kann direkt über das Netzwerk erfolgen.
Aktuell ist die reale Ausnutzungswahrscheinlichkeit noch gering. Es gibt noch keine bekannten aktiven Angriffe. Das kann sich aber schnell ändern.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie sofort, ob Kernel-Updates für Ihre Systeme verfügbar sind. Bei Ubuntu nutzen Sie apt, bei SLES das SUSE Customer Center. Installieren Sie die Patches im nächsten geplanten Wartungsfenster – spätestens in 30 Tagen.
Priorität: Systeme, die direkt aus dem Internet erreichbar sind, sollten zuerst aktualisiert werden. Überwachen Sie die Entwicklung dieser Lücken weiterhin.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5530 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 08.10.2026