OpenVPN: Sicherheitslücken erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen in OpenVPN bekannt gemacht, die sowohl lokale als auch Remote-Angriffe ermöglichen. Betroffen sind Linux-Systeme, insbesondere SLES 15 und Ubuntu 22.04.
Risikobewertung
Die Schwachstellen (CVE-2026-105390, CVE-2026-84256, CVE-2026-84790, CVE-2026-88964) ermöglichen Denial-of-Service-Angriffe und in einigen Fällen Code-Ausführung. Das Risiko wird als mittel eingestuft, da für die meisten Angriffsvektoren Authentifizierung erforderlich ist. Allerdings können Remote-DoS-Attacken die Verfügbarkeit Ihrer VPN-Infrastruktur beeinträchtigen.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob OpenVPN in Ihrer Umgebung eingesetzt wird – auch als VPN-Gateway oder Client. Falls ja, planen Sie ein Update auf OpenVPN 2.7.8 innerhalb der nächsten 30 Tage ein. Nutzen Sie offizielle Upstream-Pakete oder Distributionsupdates für SLES und Ubuntu.
Als Übergangslösung beschränken Sie den Zugriff auf OpenVPN-Dienste auf autorisierte Benutzer und Netzwerksegmente. Dies reduziert die Angriffsfläche erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5537 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 09.10.2026