Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern schnelle Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die Angreifer ausnutzen können. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15. Insgesamt wurden zehn Sicherheitslücken identifiziert.
Risikobewertung
Die kritischste Lücke (CVE-2026-43186) hat einen CVSS-Score von 9.8 und ermöglicht theoretisch Remote Code Execution ohne vorherige Authentifizierung. Ein Angreifer könnte also über das Netzwerk Befehle auf dem System ausführen. Allerdings gibt es derzeit keine Hinweise auf aktive Ausnutzung in der Praxis. Die zehn Schwachstellen nutzen verschiedene Angriffsvektoren – manche erfordern Netzwerkzugriff, andere lokale Zugriffe.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten Kernel-Updates für ihre Linux-Systeme innerhalb von 7 Tagen einspielen. Red-Hat-Patches sind bereits verfügbar. Ubuntu- und SLES-Nutzer sollten die Update-Kanäle ihrer Distributoren überwachen. Systeme mit direkter Internetanbindung haben Priorität. Nach dem Update ist ein Neustart erforderlich, damit die Patches wirksam werden.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5563 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 09.10.2026