Unbound DNS-Resolver: Kritische Schwachstellen in SLES 15
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Sicherheitslücken im DNS-Resolver Unbound, die auf Linux-Systemen zu Problemen führen können. Besonders betroffen sind Nutzer von SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 15.
Risikobewertung
Die Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, beliebigen Code aus der Ferne auszuführen – ohne dass spezielle Berechtigungen erforderlich sind. Unbound läuft typischerweise als Netzwerkdienst und ist daher potenziell von außen erreichbar. Die Kombination aus Fernzugriff und Code-Ausführung wird als hohes Risiko eingestuft. Derzeit gibt es keine Hinweise auf aktive Angriffe.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob Unbound auf Ihren SLES-15-Servern installiert ist (Befehl: rpm -q unbound). Falls ja, spielen Sie das verfügbare Sicherheitsupdate von SUSE zeitnah ein – idealerweise innerhalb von 7 Tagen. Nutzen Sie dazu zypper patch oder zypper update unbound. Nach der Installation sollten Sie den Dienst neu starten und die Funktionalität testen.
Als Übergangslösung können Sie den Zugriff auf Port 53 (TCP/UDP) auf vertrauenswürdige Quellen beschränken, bis das Update eingespielt ist.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5638 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 13.10.2026