Linux-Kernel: Neue Schwachstellen erfordern Aufmerksamkeit
Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind Ubuntu 24.04 LTS-Systeme in Azure-Umgebungen. Die Sicherheitslücken ermöglichen unter Umständen die Ausführung von Programmcode.
Risikobewertung
Die Risikostufe wird als MITTEL eingestuft. Grund: Das Advisory bezieht sich auf Ubuntu 24.04 LTS mit Azure-spezifischen Kernel-Varianten. Viele Unternehmen setzen jedoch Ubuntu 22.04 LTS ein. Für diese Version liegen noch keine entsprechenden Sicherheitsupdates vor. Die neuen CVE-Nummern sind sehr jung – detaillierte Bewertungsdaten fehlen noch.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit Ubuntu 22.04 LTS sollten die Ubuntu Security Notices (USN) beobachten. Sobald Patches für die eigene Version verfügbar sind, sollten diese im nächsten regulären Wartungsfenster eingespielt werden. Wer Azure-Kernel nutzt, sollte zeitnah handeln.
Falls Sie SLES 15-Systeme betreiben, prüfen Sie parallel die SUSE-Advisories. Ein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht nur bei direkter Betroffenheit durch die genannten Kernel-Varianten.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5720 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.10.2026