Linux-Kernel: Zwei Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat zwei Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die das Ausführen beliebigen Programmcodes ermöglichen. Betroffen sind die CVEs CVE-2026-46176 und CVE-2026-64002.
Risikobewertung
Die Schwachstellen erfordern lokalen Zugriff mit normalen Benutzerrechten. Ein Angriff aus dem Internet ist nicht möglich. Der EPSS-Score von 0,1% deutet auf eine sehr geringe aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit hin. Dennoch sollten Unternehmen mit Ubuntu 22.04 LTS oder SLES 15 handeln, da diese Systeme potenziell betroffen sind.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob für Ihre Linux-Distribution entsprechende Kernel-Updates verfügbar sind. Konsultieren Sie dazu die Ubuntu Security Notices oder SUSE Security Advisories. Spielen Sie verfügbare Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein – ein Notfall-Patching ist nicht erforderlich.
Parallel sollten Sie überprüfen, ob auf Ihren Systemen das Prinzip der minimalen Rechtevergabe konsequent umgesetzt ist. Dies reduziert das Risiko lokaler Angriffe erheblich.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5721 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.10.2026