curl und libcurl: Sicherheitsupdates für Linux und Windows erforderlich
Das DFN-CERT hat mehrere Schwachstellen in curl und libcurl bekannt gemacht, die auf vielen Systemen zum Einsatz kommen. Die Lücken ermöglichen unter anderem die Ausführung beliebigen Programmcodes.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko bewertet. curl und libcurl sind auf Linux-Systemen (SLES 15, Ubuntu 22.04 LTS) weit verbreitet und werden auch von vielen Windows-Komponenten und Anwendungen genutzt. Allerdings erfordern die meisten bekannten Schwachstellen Benutzerinteraktion, was die automatisierte Ausnutzung auf Servern erschwert. Detaillierte Bewertungen (CVSS-Scores) stehen noch aus.
Was ist zu tun?
Aktualisieren Sie curl und libcurl auf allen Linux-Systemen innerhalb von 30 Tagen auf Version 8.23.0 oder neuer. Nutzen Sie dafür den Paketmanager (zypper update für SLES, apt upgrade für Ubuntu). Prüfen Sie zudem, ob Anwendungen wie Apache, nginx oder PostgreSQL libcurl als Abhängigkeit einbinden – diese werden durch das Update automatisch aktualisiert. Auf Windows-Systemen sollten Sie prüfen, ob curl.exe betroffen ist, und Windows-Updates einspielen, sobald diese verfügbar sind.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5727 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 15.10.2026