Kritische Sicherheitslücken in curl gefährden Linux-Systeme
Das DFN-CERT warnt vor vier Schwachstellen in curl und libcurl, die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auszuführen. Die Lücken betreffen insbesondere Linux-Systeme wie Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden als HOCH eingestuft. Besonders kritisch ist CVE-2026-92392, eine Remote-Code-Execution-Lücke, die ohne Authentifizierung über das Netzwerk ausgenutzt werden kann. Hinzu kommen drei weitere Sicherheits-Bypass-Schwachstellen. Da curl systemweit auf Linux-Servern eingesetzt wird und viele Dienste wie Apache oder nginx davon abhängen, ist das Risiko erheblich.
Was ist zu tun?
Handeln Sie innerhalb der nächsten 7 Tage:
- Prüfen Sie Ihre Ubuntu- und SLES-Systeme auf verfügbare Sicherheitsupdates für curl und libcurl.
- Spielen Sie Updates ein:
apt-get update && apt-get upgrade curl libcurl4 - Identifizieren Sie Anwendungen, die curl einbinden – auch auf Windows-Systemen (Git, CMake, PowerShell-Module).
- Starten Sie betroffene Dienste nach dem Patchen neu.
Bei Fragen zur Umsetzung kontaktieren Sie Ihr IT-Sicherheitsteam.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5740 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 15.10.2026