Linux-Kernel: 124 Schwachstellen in SUSE Linux Enterprise gefunden
Das DFN-CERT hat ein kritisches Sicherheitsadvisory für den Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind Systeme mit SUSE Linux Enterprise 15 SP6. Insgesamt wurden 124 Schwachstellen identifiziert, darunter mehrere mit erheblichem Schadenpotenzial.
Risikobewertung
Die Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, Administratorrechte zu erlangen. Besonders kritisch: Einige Lücken können auch aus der Ferne ausgenutzt werden. Hinzu kommt die Möglichkeit der lokalen Privilegieneskalation. Unternehmen, die SLES 15 einsetzen – auch in SAP-Umgebungen – sind direkt betroffen. Die Breite des Patches unterstreicht die Dringlichkeit der Maßnahme.
Was ist zu tun?
IT-Verantwortliche sollten zeitnah handeln. Prüfen Sie im SUSE Customer Center oder über Zypper, ob die Kernel-Updates verfügbar sind. Planen Sie das Einspielen des Patches innerhalb der nächsten 7 Tage ein. Beachten Sie, dass ein Neustart des Systems erforderlich ist. Ubuntu 22.04 LTS-Nutzer sind von diesem Advisory nicht betroffen.
Sobald detaillierte CVE-Informationen verfügbar sind, werden wir eine Neubewertung vornehmen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5767 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 16.10.2026