OpenSSL: Kritische Sicherheitslücken erfordern sofortige Updates
Das Verschlüsselungs-Tool OpenSSL weist mehrere Sicherheitslücken auf, die Angreifer ausnutzen können. Das Deutsche Forschungsnetz (DFN-CERT) hat ein Advisory veröffentlicht, das Unternehmen zum Handeln auffordert.
Was ist betroffen?
Linux-Systeme mit OpenSSL sind direkt gefährdet. Besonders betroffen sind SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS. Auch Anwendungen wie Apache, nginx und PostgreSQL, die OpenSSL nutzen, können beeinträchtigt werden.
Risikobewertung
Die Schwachstellen haben eine hohe Kritikalität. Zwei Lücken sind ohne Anmeldung aus dem Netz erreichbar. Eine weitere Lücke (CVE-2026-45447) ermöglicht bei erfolgreicher Ausnutzung die vollständige Übernahme von Systemen. Allerdings gibt es derzeit keine bekannten aktiven Angriffe in der Praxis.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten OpenSSL auf allen betroffenen Systemen innerhalb von 7 Tagen aktualisieren. Nutzen Sie die Sicherheits-Updates Ihres Linux-Distributors. Nach dem Update müssen Dienste neu gestartet werden, die OpenSSL laden. Dokumentieren Sie den Patch-Status in Ihrer IT-Verwaltung.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5782 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 17.10.2026