Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken in SLES 15 SP7
Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht, die Administratorrechte ermöglichen können. Betroffen sind insbesondere Systeme mit SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 15 SP7.
Risikobewertung
Das Advisory adressiert über 500 Kernel-Schwachstellen. Besonders kritisch ist CVE-2026-72130, die die Ausführung beliebigen Codes ermöglicht. Weitere Lücken erlauben Privilegieneskalation bis zur Administratorebene. Da die Schwachstellen potenziell aus der Ferne ausnutzbar sind, stufen wir das Risiko als HOCH ein. Bislang gibt es keine Hinweise auf aktive Massenausnutzung.
Was ist zu tun?
Unternehmen mit SLES 15 SP7 sollten ihre Systeme innerhalb von 7 Tagen mit den bereitgestellten SUSE-Sicherheitsupdates patchen. Nutzen Sie dazu den Befehl zypper update. Priorisieren Sie exponierte oder sicherheitskritische Systeme wie SAP-Hosts und öffentlich erreichbare Server. Nach dem Update ist ein Kernel-Neustart erforderlich.
Benutzer von Ubuntu 22.04 LTS sollten separat auf entsprechende Kernel-Updates prüfen. Weitere Details zu einzelnen CVEs folgen in den kommenden Tagen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5836 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 20.10.2026