Linux-Kernel: Mehrere kritische Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel (Advisory DFN 2026-5877). Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Die Lücken ermöglichen es Angreifern mit lokalem Zugriff, beliebigen Code auszuführen oder ihre Rechte zu erweitern. Vollständig unauthentifizierte Angriffe sind nach aktuellem Stand nicht bekannt.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit mittlerem Risiko eingestuft. Zwar erfordern sie mindestens ein normales Benutzerkonto, doch die Folgen einer erfolgreichen Ausnutzung sind erheblich. Bislang gibt es keine Hinweise auf aktive Massenausnutzung. Systeme mit direktem Netzwerkzugang sollten jedoch vorrangig behandelt werden.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie umgehend, welche Linux-Versionen in Ihrer Infrastruktur laufen. Verfügbare Kernel-Updates sollten innerhalb von 30 Tagen eingespielt werden. Bei SLES 15 nutzen Sie zypper update kernel-default, bei Ubuntu 22.04 LTS apt-get upgrade linux-image. Verifizieren Sie den Patch-Status über Ihren Paketmanager und planen Sie Neustarts ein.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5877 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 21.10.2026