Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken in SLES 15 erfordern schnelles Handeln
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die SUSE Linux Enterprise Server 15 (SLES 15) direkt betreffen. Die Lücken ermöglichen sowohl Denial-of-Service-Angriffe als auch die Ausführung von Schadcode mit erhöhten Rechten.
Risikobewertung
Die Schwachstellen (CVE-2026-53131, CVE-2026-63794, CVE-2026-63795, CVE-2026-63887, CVE-2026-68158) werden als hochkritisch eingestuft. Remote-Angreifer können die Verfügbarkeit von Systemen beeinträchtigen. Lokal können Angreifer mit entsprechenden Rechten Schadcode ausführen – ein Risiko in Umgebungen mit mehreren Nutzern oder kompromittierten Diensten.
Was ist zu tun?
Für SLES 15 SP6 stellt SUSE Live-Patches bereit (Kernel 6.4.0-150600.23.95, Live Patch 22). Der große Vorteil: Diese können ohne Neustart eingespielt werden. Damit entfällt ein Wartungsfenster. Unternehmen sollten die Patches innerhalb von 7 Tagen einspielen und anschließend die Kernel-Version auf allen betroffenen Systemen überprüfen. Ubuntu 22.04 LTS ist von diesem Advisory nicht betroffen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-5961 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 23.10.2026