Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für SUSE-Systeme erforderlich
Das DFN-CERT hat ein Advisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen ist primär SUSE Linux Enterprise Server 12 SP5. Die Lücken ermöglichen unter anderem Remote-Code-Execution und lokale Privilegieneskalation.
Risikobewertung
Die Schwachstellen werden mit mittlerer Risikostufe bewertet. Insgesamt sind 56 Lücken dokumentiert, darunter kritische Vektoren für Fernzugriffe und Rechteausweitung. Allerdings: Wenn Sie SLES 15 einsetzen, ist dieses Advisory nicht direkt relevant. Dennoch sollten Sie prüfen, ob ältere SLES 12 SP5-Systeme in Ihrer Infrastruktur vorhanden sind – etwa in Legacy-Umgebungen oder bei Drittanbietern.
Was ist zu tun?
Handeln Sie in zwei Schritten: Erstens, inventarisieren Sie Ihre Linux-Systeme. Falls SLES 12 SP5 im Einsatz ist, spielen Sie die Kernel-Sicherheitsupdates umgehend ein. Zweitens, beobachten Sie separate Advisories für SLES 15 und patchen Sie zeitnah. Planen Sie Kernel-Updates im nächsten Wartungsfenster ein. Nutzen Sie Live-Patching-Optionen von SUSE, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6038 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 27.10.2026