libsoup: Mehrere Sicherheitslücken in HTTP-Bibliothek entdeckt
Das DFN-CERT hat ein neues Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen in libsoup veröffentlicht. Die HTTP-Bibliothek wird primär im Linux- und GNOME-Ökosystem eingesetzt und kann auf Ubuntu 22.04 LTS sowie SLES 15 als Abhängigkeit vorhanden sein.
Risikobewertung
Die Schwachstellen ermöglichen HTTP-Request-Smuggling, Header-Injection und Denial-of-Service-Angriffe (DoS). Das Risiko wird als mittel eingestuft, da die Angriffe remote ausführbar sind, aber teilweise Benutzerinteraktion oder spezifische Privilegien erfordern. Derzeit liegen noch nicht alle technischen Details vor – Patches befinden sich für Linux-Distributionen noch im Testing-Status.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie zunächst, ob libsoup auf Ihren Systemen installiert ist:
- Ubuntu:
dpkg -l libsoup* - SLES:
rpm -qa | grep libsoup
Sobald Sicherheitsupdates für Ihre Distribution verfügbar sind, spielen Sie diese im regulären Patch-Zyklus ein. Systeme, auf denen libsoup aktiv Netzwerkverbindungen verarbeitet, sollten priorisiert werden. Beobachten Sie das Advisory weiterhin, da die Datenlage noch unvollständig ist. Der empfohlene Zeitrahmen für die Behebung liegt bei 30 Tagen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6129 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 29.10.2026