Sicherheitslücken in curl und libcurl: Updates erforderlich
Das DFN-CERT hat fünf Schwachstellen in curl und libcurl bekannt gemacht, die es Angreifern ermöglichen, sensible Informationen auszuspähen und Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Die Lücken sind remote ausnutzbar und erfordern keine Authentifizierung.
Betroffene Systeme
Besonders betroffen sind Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15. Da curl und libcurl von vielen Systemdiensten wie Apache und nginx verwendet werden, können die Schwachstellen in verschiedenen Umgebungen relevant sein.
Risikobewertung
Das Risiko wird als mittel eingestuft. Die Lücken ermöglichen zwar keine direkten Systemübernahmen, können aber in Angriffsketten als Einstiegspunkt dienen. Red-Hat-basierte Systeme sind bereits gepatcht.
Was ist zu tun?
Unternehmen sollten innerhalb von 30 Tagen handeln:
- Verfügbare Updates für curl und libcurl über den Paketmanager einspielen
- Nach dem Update betroffene Dienste neu starten
- CVE-Details und Bewertungen regelmäßig überprüfen
Wir empfehlen, die Updates zeitnah einzuplanen und die Systeme anschließend zu testen.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6178 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 30.10.2026