Linux-Kernel: Sicherheitsupdates für Ubuntu und SLES erforderlich

Das DFN-CERT hat vier Schwachstellen im Linux-Kernel bekannt gemacht, die Denial-of-Service-Angriffe und Informationsabfluss ermöglichen. Betroffen sind unter anderem Ubuntu 22.04 LTS und SLES 15, die in vielen Unternehmensumgebungen eingesetzt werden.

Risikobewertung

Die kritischste Schwachstelle (CVE-2026-43051, CVSS 8.1) ermöglicht Angreifern aus dem benachbarten Netzwerk, ohne sich authentifizieren zu müssen, Systeme zu beeinträchtigen. Eine weitere Lücke (CVE-2026-53073) erlaubt lokale Benutzer, sich zu Administratoren hochzustufen. Allerdings ist die aktuelle Ausnutzungswahrscheinlichkeit gering – der EPSS-Score liegt bei nur 0,3 Prozent. Ein Eintrag in der CISA-Datenbank existiert nicht.

Was ist zu tun?

Spielen Sie die verfügbaren Kernel-Updates im nächsten regulären Wartungsfenster ein. Für Ubuntu nutzen Sie apt, für SLES 15 zypper. Priorisieren Sie Systeme mit direktem Netzwerkzugang oder exponierte Server. Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich, um den neuen Kernel zu aktivieren.

Die Maßnahme ist wichtig, aber nicht eilig – planen Sie sie in Ihren normalen Wartungsrhythmus ein.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6179 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 30.10.2026

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