Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern sofortige Patches

Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auszuführen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 15 und Ubuntu 22.04 LTS – Systeme, die in vielen Unternehmensumgebungen im Einsatz sind.

Risikobewertung

Die Schwachstellen werden als HOCH eingestuft. Sie ermöglichen sowohl Remote Code Execution (RCE) als auch lokale Privilegieneskalation. Das bedeutet: Angreifer könnten von außen Zugriff auf Ihre Systeme erlangen oder ihre Rechte auf dem Server erweitern. SUSE hat bereits Live-Patches bereitgestellt, was auf die Dringlichkeit hindeutet.

Was ist zu tun?

Für SLES 15 SP6 und SP7 spielen Sie die bereitgestellten Kernel-Updates (6.4.0-150600.23.81 bzw. 6.4.0-150700.53.25) innerhalb von 7 Tagen ein. Der Vorteil: Live-Patching ermöglicht Updates ohne Neustart.

Ubuntu-Nutzer sollten beim Hersteller prüfen, ob analoge Kernel-Updates verfügbar sind, und diese ebenfalls zeitnah einspielen.

Handeln Sie zügig – diese Lücken sind kritisch.


Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6310 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 04.11.2026

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