Linux-Kernel: Kritische Sicherheitslücken erfordern sofortige Updates
Das DFN-CERT warnt vor mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel, die ernsthafte Sicherheitsrisiken darstellen. Betroffen sind unter anderem SUSE Linux Enterprise Server 15 und Ubuntu 22.04 LTS.
Risikobewertung
Die Lücken ermöglichen es Angreifern, beliebigen Code aus der Ferne auszuführen oder ihre Rechte auf Administratorebene zu erhöhen. Insgesamt sind mindestens zehn CVE-Nummern dokumentiert. Die Kombination aus Remote-Code-Ausführung und lokaler Privilegienerweiterung wird als hohes Risiko eingestuft. Besonders kritisch sind exponierte Linux-Systeme mit Netzwerkzugang.
Was ist zu tun?
SLES-15-Nutzer sollten Live Patch 19 (Kernel 6.4.0-150700.7.72 RT) unverzüglich einspielen. Der Vorteil: Das Update läuft ohne Neustart ein. Ubuntu-Systeme benötigen reguläre Kernel-Updates über den Paketmanager.
Handeln Sie innerhalb von sieben Tagen:
- Kernel-Versionen aller Linux-Systeme inventarisieren
- Verfügbare Sicherheitsupdates priorisiert einspielen
- Monitoring auf verdächtige Privilege-Escalation-Aktivitäten aktivieren
Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne bei der Umsetzung.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6315 · Risikostufe: HOCH · Generiert am 04.11.2026