Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen erfordern zeitnahe Updates
Das DFN-CERT hat ein Sicherheitsadvisory zu mehreren Schwachstellen im Linux-Kernel veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem SLES 15 und Ubuntu 22.04 LTS. Die Lücken könnten es Angreifern ermöglichen, Administratorrechte zu erlangen.
Risikobewertung
Das Gesamtrisiko wird als mittel eingestuft. Die kritischste Schwachstelle (CVE-2026-46259) erfordert lokalen Zugriff und bereits vorhandene Benutzerrechte. Ein direkter Angriff aus dem Internet ist nicht möglich. Die Wahrscheinlichkeit einer aktiven Ausnutzung in naher Zukunft ist gering. Dennoch sollten die Lücken ernst genommen werden, da sie von Insidern oder nach erfolgreicher Kompromittierung eines Benutzerkontos ausgenutzt werden könnten.
Was ist zu tun?
Prüfen Sie, ob für Ihre Linux-Systeme Kernel-Updates verfügbar sind. SUSE und Canonical veröffentlichen diese über ihre regulären Sicherheitskanäle. Spielen Sie verfügbare Patches im nächsten geplanten Wartungsfenster ein – ein sofortiger Notfall-Patch ist nicht erforderlich. Zusätzlich sollten Sie den Zugriff auf betroffene Systeme auf autorisierte Benutzer beschränken, um das Risiko lokaler Angriffe zu minimieren.
Quelle: DFN-CERT Advisory 2026-6390 · Risikostufe: MITTEL · Generiert am 05.11.2026