Doctolib nutzt künftig Gesundheitsdaten zum KI-Training

Die Patientenplattform Doctolib, über die Millionen Arzttermine buchen, erweitert ihre Datenverarbeitung: Ab sofort sollen anonymisierte Gesundheitsdaten – etwa aus Video-Sprechstunden – intensiv für den Aufbau von KI-Modellen genutzt werden, so berichtet der WDR. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Sprechstunden-Assistenten, der Diagnosen, Medikationspläne und Behandlungsverläufe automatisiert in Arztbriefe überträgt und personalisierte Dienste ermöglicht.

In den neuen Datenschutzhinweisen, die am 22. Februar in Kraft traten, wird den Nutzenden die Möglichkeit eingeräumt, aktiv in die Datennutzung einzuwilligen oder diese abzulehnen. Wer nicht möchte, dass seine sensiblen Daten für KI-Anwendungen verwendet werden, kann dies in den Einstellungen der Doctolib-App unter “Meine Präferenzen” widersprechen.

Aus Datenschutzgründen ist es jedoch anzuraten, möglichst wenige Gesundheitsdaten an Plattformen wie Doctolib preiszugeben und alternative Angebote zu prüfen, um eine umfassende Profilerstellung zu vermeiden.

Related Posts

Datenleck durch Copilot: Ehemals öffentliche GitHub-Repositories bleiben zugänglich

Laut einem Bericht bei TechCrunch sind tausende GitHub-Repositories, die kurzzeitig öffentlich waren und inzwischen auf „privat“ gesetzt oder gelöscht wurden, weiterhin über Microsofts Copilot abrufbar. Die zwischengespeicherten Daten, die über den Bing-Cache indexiert wurden, können von der generativen KI abgerufen werden – selbst wenn sie über herkömmliche Websuchen nicht mehr auffindbar sind.

Read More

Google's reCAPTCHA: Datenkrake ohne ernstzunehmenden Bot-Schutz

Eine aktueller Bericht auf TechSpot wirft ein Schlaglicht auf Googles reCAPTCHA v3, das sich als ineffektiv im Bot-Schutz und gleichzeitig als massiver Datenschutzrisiko entpuppt. Der einfache Checkbox-Test (“Ich bin kein Roboter”) überzeugt nicht – Bots bestehen ihn mühelos, wie der YouTuber “Chuppl” demonstrierte, der einen Bot entwickelte, der den Test in einem Versuch absolvierte.

Read More

Elektronische Patientenakte (ePA): Chancen, Herausforderungen und Kontroversen

Mit der geplanten Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) im Jahr 2025 erreicht die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens einen Meilenstein. Die ePA soll medizinische Daten zentral verfügbar machen, um die Patientenversorgung zu verbessern und Kosten zu reduzieren. Trotz des Potenzials dieser Technologie gibt es erhebliche Bedenken, die von Datenschutzfragen bis hin zur praktischen Nutzbarkeit reichen.

Read More