glob CLI: Command-Injection-Lücke durch -c/--cmd ermöglicht Codeausführung

Die npm-Bibliothek glob weist eine schwere Schwachstelle (CVE-2025-64756) in ihrem CLI-Tool auf: Die Option -c/–cmd führt gefundene Dateinamen mit shell:true aus – und ermöglicht so Command Injection, wenn Dateien manipulierte Namen enthalten. Betroffen sind glob-Versionen ab 10.2.0 bis 10.4.x sowie 11.0.x; abgesichert wurde der Fehler in den Releases 10.5.0 und 11.1.0.

Die Lücke entsteht, weil der CLI-Code gefundene Dateien ungefiltert an foregroundChild() übergibt. Enthalten die Dateinamen Shell-Metazeichen wie $(), Backticks, | oder ;, interpretiert die Shell diese beim Ausführen des Kommandos und führt beliebigen Code aus – mit allen Rechten des Nutzers oder CI-Systems. Ein einfacher PoC: Eine Datei namens ‘$(touch injected_poc)’ erzeugt bei Ausführung von glob -c echo “**/*” eine neue Datei injected_poc.

Besonders kritisch ist die Schwachstelle in CI/CD-Pipelines, Entwickler-Workflows und Upload-Verarbeitungen, bei denen Angreifer Dateinamen kontrollieren können. Szenarien reichen vom Auslesen von Secrets über Reverse-Shells bis hin zur Manipulation von Build-Artefakten.

Betroffen ist ausschließlich die CLI; die glob-Library-API bleibt sicher. Nutzer sollten dringend auf die gepatchten Versionen aktualisieren oder – falls zwingend erforderlich – auf sichere Argumentübergabe via –cmd-arg wechseln.

Related Posts

Docker: runc-Schwachstellen ermöglichen Container-Escape

Drei neue Sicherheitslücken im Container-Runtime-Tool runc (CVE-2025-31133, CVE-2025-52565, CVE-2025-52881) ermöglichen unter bestimmten Bedingungen den Ausbruch aus Containern und potenziell Root-Zugriff auf das Host-System. Die von einem SUSE-Forscher entdeckten Schwachstellen betreffen Docker-, Kubernetes- und andere runc-basierte Plattformen.

Read More

Flowise: Kritische Passwort-Zurücksetzen-Lücke ermöglicht vollständige Kontoübernahme

In Flowise wurde eine kritische Schwachstelle (CVE-2025-58434) entdeckt, über die Angreifer ohne Authentifizierung gültige Passwort-Reset-Token für beliebige Nutzer erzeugen können. Ursache ist ein unsicherer forgot-password-Endpoint, der neben Nutzerinformationen auch direkt ein gültiges tempToken zurückliefert – ohne jegliche Verifikation.

Read More

Proof-of-Concept für 7-Zip-Lücke CVE-2025-11001 veröffentlicht

Für die Sicherheitslücke CVE-2025-11001 in 7-Zip ist ein funktionierender Proof-of-Concept aufgetaucht. Die Schwachstelle steckt in der Verarbeitung von Archiv-Dateien und erlaubt es, über manipulierte Symlinks Dateien außerhalb des vorgesehenen Zielordners zu schreiben. Unter bestimmten Bedingungen kann dies zur Ausführung beliebigen Codes führen.

Read More