Kritische ASN.1-Validierungslücke in node-forge ermöglicht Signatur-Bypass

In der beliebten Kryptobibliothek node-forge wurde eine schwerwiegende Schwachstelle (CVE-2025-12816) entdeckt, die alle Versionen vor 1.3.2 betrifft. Die Lücke – ein Interpretation Conflict im ASN.1-Validator – erlaubt es entfernten, nicht authentifizierten Angreifern, speziell manipulierte ASN.1-Strukturen einzuschleusen und die interne Schema-Validierung zu „desynchronisieren“. Dadurch können sicherheitskritische Felder wie digitale Signaturen, MACs oder Integritätsprüfungen fehlerhaft interpretiert oder komplett übergangen werden.

Betroffen sind zentrale Komponenten wie X.509-, PKCS#7-, PKCS#12-, RSA- und Ed25519-Handling. Anwendungen, die node-forge für Zertifikatsvalidierung, Key-Handling oder Signaturprüfungen nutzen, können dadurch unbemerkt kompromittiert werden. Die Schwachstelle wurde als High Severity eingestuft (CVSS v4: 9.0-ähnlicher Impact auf Integrität, Netzwerk-exploitable, kein Benutzerinteraktion nötig).

Abhilfe schafft das Update auf die gepatchte Version 1.3.2. Entwickler sollten dringend prüfen, ob ihre Anwendungen node-forge-basierte ASN.1-Parsing- oder Signaturpfade nutzen und entsprechend patchen.

Related Posts

FortiWeb: Schwachstelle für OS-Command-Injection wird aktiv ausgenutzt

Fortinet warnt vor einer OS-Command-Injection-Schwachstelle (CVE-2025-58034) in mehreren FortiWeb-Versionen, die bereits aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt wird. Der Fehler ermöglicht authentifizierten Angreifern, über manipulierte HTTP-Requests oder CLI-Befehle beliebigen Code auf dem System auszuführen.

Read More

Bundestagspolizei warnt vor verdächtigen USB-Sticks an Abgeordnete

Mehrere Bundestagsabgeordnete haben in dieser Woche ungefragt USB-Sticks samt englischsprachigem Anschreiben per Post erhalten, so berichtet die Welt. Die Bundestagspolizei warnte daraufhin alle Fraktionen eindringlich davor, die Datenträger anzuschließen, und forderte dazu auf, sie in einem gesonderten Umschlag zurückzusenden.

Read More

Shai-Hulud 2.0: Neue npm-Supply-Chain-Attacke legt 25.000+ Repos offen

Ein neuer Ableger der Shai-Hulud-Kampagne trifft aktuell das npm-Ökosystem. Angreifer haben teils stark verbreitete Pakete – unter anderem aus den Ökosystemen von Zapier, ENS Domains, PostHog und Postman – mit trojanisierten Versionen kompromittiert, so berichtet der Security Blog von WIZ. Diese werden zwischen dem 21. und 23. November 2025 auf npm eingestellt und führen beim Installieren im preinstall-Schritt Credential-Stealer-Code aus.

Read More