Kritische RCE-Schwachstelle im OpenSSL Januar-2026-Release gefixt

Ein autonomes KI-Analysesystem namens AISLE hat sämtliche 12 Sicherheitslücken entdeckt, die OpenSSL im koordinierten Januar-2026-Release behoben hat. Dies stellt einen Meilenstein in der automatisierten Schwachstellenanalyse dar, da OpenSSL als eine der am intensivsten geprüften Codebases weltweit gilt. Einige der gefundenen Schwachstellen existierten seit Jahrzehnten – eine davon seit 1998. Die Entdeckungen umfassen eine hochkritische Remote Code Execution-Schwachstelle (CVE-2025-15467) durch Stack Buffer Overflow beim CMS AuthEnvelopedData-Parsing, die vor jeder Authentifizierung ausgelöst werden kann.

Die Schwachstellen betreffen verschiedenste Subsysteme: PKCS#12-Verarbeitung (mehrere CVEs mit NULL-Pointer-Dereferenzierungen und Buffer Overflows), TLS 1.3 Zertifikatskompression (CVE-2025-66199, bis 22 MiB Speicherallokation pro Verbindung), QUIC-Protokoll, Post-Quantum-Signaturen (ML-DSA), OCB-Verschlüsselung auf Hardware-beschleunigten Pfaden und TimeStamp-Response-Verifikation. AISLE lieferte für 5 der 12 CVEs auch direkt Patches, die von OpenSSL übernommen wurden. Zusätzlich identifizierte das System 6 weitere Bugs, die vor der Veröffentlichung behoben wurden.

Betroffene Versionen: Je nach CVE OpenSSL 3.0 bis 3.6, teilweise auch 1.1.1 und 1.0.2. Die hochkritische CVE-2025-15467 betrifft OpenSSL 3.0-3.6.

Erkennung: Prüfen Sie Ihre OpenSSL-Version mit openssl version. Betroffen sind vor allem Systeme, die CMS/PKCS#7 mit AEAD-Chiffren verarbeiten, PKCS#12-Dateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen akzeptieren oder TLS 1.3 mit Zertifikatskompression nutzen.

Empfehlung: Sofortiges Update auf OpenSSL 3.6.1, 3.5.5, 3.4.4, 3.3.6 oder 3.0.19. Für TLS 1.3 kann SSL_OP_NO_RX_CERTIFICATE_COMPRESSION als Workaround gesetzt werden.

Quellen: https://openssl-library.org/news/secadv/20260127.txt | https://aisle.com/blog/openssl-vulnerabilities

Related Posts

CVE-2026-20045: Cisco Unified Communications Produkte von Zero Day Schwachstelle betroffen

Eine äußerst kritische Sicherheitslücke wurde in mehreren Cisco Unified Communications-Produkten entdeckt und wird bereits aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt. Die als CVE-2026-20045 bezeichnete Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, ohne jegliche Authentifizierung vollständige Kontrolle über betroffene Systeme zu erlangen. Cisco hat dieser Schwachstelle einen CVSS-Score von 8.2 zugewiesen, stuft sie jedoch aufgrund der Möglichkeit zur Root-Rechte-Eskalation als kritisch ein. Das Cisco Product Security Incident Response Team bestätigt, dass die Lücke bereits für Angriffe missbraucht wird, was ein sofortiges Handeln aller Betreiber betroffener Systeme erforderlich macht.

Read More

Clawdbot: KI-Automation mit hohem Risiko

Stellen Sie sich vor: Eine KI, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern tatsächlich Aufgaben auf Ihrem Computer ausführt. Die Ihren Browser steuert, Dateien verwaltet, Code schreibt und testet – alles per Chat-Befehl von Ihrem Smartphone aus. Klingt wie Science-Fiction? Willkommen bei Clawdbot, dem Open-Source-Projekt, das derzeit die Tech-Welt elektrisiert und nebenbei einen regelrechten Run auf Mac Minis ausgelöst hat.

Read More

Kritische Sicherheitslücke in Laravel Reverb: Remote Code Execution durch unsichere Deserialisierung

Betroffene Versionen: Laravel Reverb < 1.7.0 Schweregrad: Kritisch (CVSS 9.8) CVE: CVE-2026-23524

Read More